Tipps um die Sinne anzuregen

Jede Sinneswahrnehmung bedeutet eine Aktivierung von Gehirnzellen. Wahrnehmung ist also immer auch eine Gehirnaktivität, die – genauso wie Bewegung – direkte Auswirkungen auf die Strukturen unseres «Oberstübchens» hat. Halten Sie das Tor zur Welt offen und pflegen Sie Ihre Sinne!
Mann rüstet Karotten

«Wir rüsten gemeinsam - so bleiben wir rüstig!»

Den Sinnen Sorge geben

Unsere Sinne sind das Tor zur Welt: Wie wir sehen, hören, riechen, tasten, fühlen und schmecken wirkt sich auf unsere Lebensqualität aus. Sinneswahrnehmungen erweitern unseren Horizont und inspirieren uns mit Gefühlen, Gedanken und neuen Ideen. Umso einschneidender ist es, wenn einzelne oder mehrere Sinne nachlassen und die bis anhin so vertraute Sicht auf die Welt Risse erhält.

Wer seine Sinne bewusst benutzt, trainiert die Fähigkeit wahrzunehmen und im Gehirn Eindrücke und Zuordnungen aktiv zu halten. Im Alltag den Sinnen immer wieder Raum geben zum Beispiel bei einem Spaziergang dem Vogelgezwitscher und dem Plätschern eines Baches zu lauschen, die Augen ins dichte Grün eintauchen zu lassen, die frische Waldluft bewusst einzuatmen und über die rauhe Rinde eines Baumes zu streichen, das alles schärft die Sinne. Was es zum Schutz der Sinne darüber hinaus braucht, sind regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie Kontrollen beim Haus- und Augenarzt.


Sehen
Mit zunehmendem Lebensalter nehmen die Sehschärfe und die Lichtempfindlichkeit des Auges ab. Häufig ist auch das Gesichtsfeld eingeengt und die Hell-Dunkel- Anpassung geht zurück.

Hilfsmittel für fast jede Lebenslage bietet der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZB. Er bietet über 500 Hilfsmittel für blinde, sehbehinderte und hörsehbehinderte Menschen an: von sprechenden Uhren, über Telefonapparate und Handys, praktischen Hilfen im Haushalt bis hin zu Sportartikeln und Brettspielen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter folgendem Link schlechtsehen-gutleben.


Hören
Altersschwerhörigkeit bedeutet, dass sich mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für eine Verschlechterung des Gehörs erhöht. Die Hörminderung im Alter betrifft dabei hauptsächlich die hohen Frequenzen. Der Hörverlust entsteht durch eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr, aber auch durch degenerative Prozesse in der weiteren Hörverarbeitung. Ursachen sind das Alter an und für sich, Lärm, Infektionen oder genetische Faktoren.

Obwohl Hörverminderung zu einem weit verbreiteten Gesundheitsproblem der älteren Bevölkerung gehören, lassen fast die Hälfte ihren Hörverlust nicht versorgen. Informieren Sie sich auf unserer Website prosenectute.ch/hören oder bei einer Pro Senectute Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Pro Senectute berät auch Angehörige von älteren Menschen.


Das Magazin «Horizonte» von Pro Senectute Zug mit dem Schwerpunktthema «Die Sinne im Alter» gibt Ihnen weitere Informationen.

Weitere interessante Informationen rund ums Thema Gesundheitsförderung erhalten Sie beim nächsten Tipp.

Zum nächsten Tipp

Veranstaltungen

Im ganzen Kanton Bern finden immer wieder interessante themenspezifische Veranstaltungen statt.