
Schon als Kind begleitete ich meinen Vater an Fussballspiele des FC Thun, die er für die Zeitung zusammenfasste. Bald einmal trat ich in seine Fussstapfen, schrieb und fotografierte für verschiedene Berner Zeitungen. Irgend einmal fragte mich das damalige Radio ExtraBERN (heute RADIOBERN1) an, ob ich nicht für sie von Sportereignissen berichten könnte. Ein paar Jahre später folgte eine Anfrage von TeleBärn, die für das neugeschaffene Sportmagazin einen «Moderations-Kopf» brauchten. Offenbar machte ich nicht alles schlecht, gehöre ich doch heute noch zu beiden Teams.
Da leider keine Radio-Live-Reportagen mehr stattfinden (die Finanzen …) erlebe ich diese emotionellen Sportmomente nur noch in den Live-Reportagen im Schwingen auf TeleBärn, zum Beispiel 2023 («Wicki – Staudenmann» in Kirchberg - auf youtube). Unvergessen bleibt aber mein Jubelschrei im Radio nach dem Tor von Bienvenue vor 15 Jahren (youtube: «Albi Saner dräit düre»).
Spitzensport habe ich mir nie angetan, als Sportlehrer aber immer aktiv verschiedenste Sportarten wie Handball, Squash und Fussball betrieben – zudem bin ich jahrein jahraus, Sommer&Winter, bei Regen&Sonnenschein mit dem Fahrrad unterwegs. Bewegung ist für mich die Grundlage für ein gesundes Leben: Treppe statt Lift, Velo statt Auto.
Vor 56 Jahren habe ich das Boxen entdeckt. In Charly Bühlers legendärem Boxkeller in Bern infizierte ich mich mit dem Boxvirus, den ich die ganze Zeit über bis heute nicht los geworden bin. Wöchentlich sind es oft drei Trainings (meist über den Mittag), dazu leite ich das Boxtraining der BSV-Senioren.
Durch meine Frau, die bereits vorher auf den «PS-Zug» aufgesprungen ist. Mit meiner Frau waren wir wandernd, auch mit den Schneeschuhen und mit den Fahrrädern auf verschiedenen Touren unterwegs. Bedauerlicherweise muss ich momentan etwas kürzertreten: eine hartnäckige Achillessehnen-«Geschichte» macht mir seit Beginn des Jahres enorm zu schaffen.
Neben sportlichen Betätigungen, verbringe ich viel Zeit in meinem Garten, bin eine Leseratte und komme oft nicht weg von spannenden TV-Serien … Am meisten Freude, Glücksgefühle, bereiten mir jedoch meine Familie, die vier Kinder und drei Enkelkinder.
Fitness ist nicht eine Frage des Alters. Wir haben festgestellt, dass viele Senioren und vor allem Seniorinnen noch enorm «zwäg» sind und wie Berggeissen über Stock und Stein den Berg erklimmen.
Ich sehe das Glas eher halb voll als halb leer. Ich bin dankbar für das, was ich trotz meiner Bräschten noch alles machen kann, statt zu jammern, was nicht mehr funktioniert.