«Immer in Bewegung – mit Kopf, Herz und Humor», Albi Saner, Sportjournalist

Haben Sie das Interview von Albi Saner, dem bekannten Berner Sportjournalisten, im «activ»-Heft verpasst? Kein Problem – hier können Sie die wichtigsten Highlights aus dem Gespräch nachlesen.
Image: Albi Saner en tant que mentor – explique aux jeunes le quotidien dans un studio de radio
Sie sind ein bekannter Sportjournalist im Kanton Bern. Wie kam es dazu? Sie waren ja hauptberuflich immer als Lehrer tätig.

Schon als Kind begleitete ich meinen Vater an Fussballspiele des FC Thun, die er für die Zeitung zusammenfasste. Bald einmal trat ich in seine Fussstapfen, schrieb und fotografierte für verschiedene Berner Zeitungen. Irgend einmal fragte mich das damalige Radio ExtraBERN (heute RADIOBERN1) an, ob ich nicht für sie von Sportereignissen berichten könnte. Ein paar Jahre später folgte eine Anfrage von TeleBärn, die für das neugeschaffene Sportmagazin einen «Moderations-Kopf» brauchten. Offenbar machte ich nicht alles schlecht, gehöre ich doch heute noch zu beiden Teams.

Gab es in den letzten Monaten einen besonders emotionalen Sportmoment für Sie?

Da leider keine Radio-Live-Reportagen mehr stattfinden (die Finanzen …) erlebe ich diese emotionellen Sportmomente nur noch in den Live-Reportagen im Schwingen auf TeleBärn, zum Beispiel 2023 («Wicki – Staudenmann» in Kirchberg - auf youtube). Unvergessen bleibt aber mein Jubelschrei im Radio nach dem Tor von Bienvenue vor 15 Jahren (youtube: «Albi Saner dräit düre»).

Haben Sie selbst eine sportliche Vergangenheit?

Spitzensport habe ich mir nie angetan, als Sportlehrer aber immer aktiv verschiedenste Sportarten wie Handball, Squash und Fussball betrieben – zudem bin ich jahrein jahraus, Sommer&Winter, bei Regen&Sonnenschein mit dem Fahrrad unterwegs. Bewegung ist für mich die Grundlage für ein gesundes Leben: Treppe statt Lift, Velo statt Auto.

Image: Albi Saner s'entraîne avec un adolescent dans la salle de boxe
Sind Sie heute noch regelmässig in einer Sportart aktiv?

Vor 56 Jahren habe ich das Boxen entdeckt. In Charly Bühlers legendärem Boxkeller in Bern infizierte ich mich mit dem Boxvirus, den ich die ganze Zeit über bis heute nicht los geworden bin. Wöchentlich sind es oft drei Trainings (meist über den Mittag), dazu leite ich das Boxtraining der BSV-Senioren.

Seit ein paar Jahren besuchen Sie regelmässig Angebote von Pro Senectute Kanton Bern. Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Durch meine Frau, die bereits vorher auf den «PS-Zug» aufgesprungen ist. Mit meiner Frau waren wir wandernd, auch mit den Schneeschuhen und mit den Fahrrädern auf verschiedenen Touren unterwegs. Bedauerlicherweise muss ich momentan etwas kürzertreten: eine hartnäckige Achillessehnen-«Geschichte» macht mir seit Beginn des Jahres enorm zu schaffen.

Image: Albi Saner, vêtu d'une tenue estivale, lit un magazine dans son jardin.
Was machen Sie sonst gerne in Ihrer Freizeit?

Neben sportlichen Betätigungen, verbringe ich viel Zeit in meinem Garten, bin eine Leseratte und komme oft nicht weg von spannenden TV-Serien … Am meisten Freude, Glücksgefühle, bereiten mir jedoch meine Familie, die vier Kinder und drei Enkelkinder.

Einige Leute sind vielleicht erstaunt zu hören, dass Sie Angebote von Pro Senectute nutzen – Sie wirken ja noch sehr fit. Was sagen Sie diesen Menschen?

Fitness ist nicht eine Frage des Alters. Wir haben festgestellt, dass viele Senioren und vor allem Seniorinnen noch enorm «zwäg» sind und wie Berggeissen über Stock und Stein den Berg erklimmen.

Wie gehen Sie persönlich mit dem Älterwerden um?

Ich sehe das Glas eher halb voll als halb leer. Ich bin dankbar für das, was ich trotz meiner Bräschten noch alles machen kann, statt zu jammern, was nicht mehr funktioniert.