Fachbereiche

Rund 1'800 Mitarbeitende und 18'400 Freiwillige von Pro Senectute haben in den verschiedenen Fachbereichen vergangenes Jahr über 700'000 Kundinnen und Kunden in diversen Lebenslagen unterstützt. Wir engagieren uns, damit ein würdevolles und selbstbestimmtes Altern für alle möglich ist.

18. Plattform Sozialberatung 2020

Sozialberatung

Im Zeichen der Digitalisierung

«Sozialberatung heute und morgen – digital?» Passend zu ihrem Thema fand die 18. Plattform Sozialberatung erstmals via Zoom statt. Die Veranstaltung bot eine gute Gelegenheit, über neue Formen der Beratung nachzudenken.

Die 18. Plattform Sozialberatung vom 24. September 2020 rückte das Thema der Online- und Telefonberatung in den Fokus. Die Teilnehmenden gingen der Frage nach, wie die Digitalisierung innerhalb der Sozialen Arbeit im Allgemeinen und innerhalb der Sozialberatung von Pro Senectute im Besonderen verortet werden kann. Nebst dem Austausch über Chancen und Risiken bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, konkrete Beratungsformen und ihre Besonderheiten vertieft kennenzulernen.

Vor allem der Input zur E-Mail-Beratung stiess auf grosses Interesse. Für zahlreiche Sozialberatende beschränkte sich die Kommunikation via E-Mail bisher vorwiegend auf die sachliche Informationsvermittlung. Dass diese Kommunikationsform wie auch die Beratung per Chat für persönliche Themen wie Einsamkeit oder Trauer eingesetzt werden können, war für viele der Teilnehmenden neu und spannend. Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand die Plattform zwar vor Ort, aber mit den Teilnehmenden zu Hause als Webinar statt. Rund 80 Personen aus der ganzen Schweiz folgten den Referierenden via Zoom auf Deutsch und Französisch und beteiligten sich dank der Frage-Antwort-Funktion rege an der Diskussion. Als Folge dieser Erfahrung werden in den nächsten Jahren digitale Beratungsformen bei Pro Senectute ausgebaut.

Einzelhilfefonds Pro Senectute Schweiz 2020

Einzelhilfefonds Pro Senectute Schweiz

Die Würde in Zeiten der Pandemie erhalten

Gerade in Zeiten von Corona, der sozialen Distanz und des Rückzugs haben viele ältere Menschen den Einzelhilfefonds von Pro Senectute Schweiz angefragt. Die Gesuche drehten sich einerseits um die Förderung der Mobilität, andererseits war der Fonds in Zeiten der Trauer eine wichtige finanzielle Stütze.

Die kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen fragen den Einzelhilfefonds von Pro Senectute Schweiz dann um Unterstützung, wenn alle regulären Mittel aus Sozialversicherungen, Versicherung und anderen Quellen nicht ausreichen. Gerade in Zeiten der Unsicherheit und Einsamkeit während der Corona-Pandemie stellen Rechnungen, die nicht bezahlt werden können, eine zusätzliche grosse Belastung dar.

In der Zeit der Trauer weiterhelfen

«Häufig erreichten uns im Jahr 2020 Anfragen zur Unterstützung aus dem Einzelhilfefonds bei Kosten, die aufgrund eines verstorbenen Ehepartners entstanden sind, beispielsweise Bestattungskosten», blickt die Fachverantwortliche Rebekka Hartmann auf ein bewegtes Jahr zurück und ergänzt: «Obwohl viele Bestattungen im kleineren Rahmen stattfanden, war der Wunsch nach einer angemessenen Zeremonie beständig – dies konnte aber aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen nicht immer berücksichtigt werden.» Doch selbst wenn ein grösserer Rahmen möglich war, stand den Angehörigen oftmals die finanzielle Hürde im Weg. Der Einzelhilfefonds von Pro Senectute Schweiz kann hier zum Tragen kommen, wenn die Verhältnismässigkeit gegeben ist.

Den Erhalt der Mobilität unterstützen

Der pandemiebedingte Rückzug ins Private und eine grössere soziale Distanz gingen im Jahr 2020 für viele ältere Menschen ausserdem mit einem Verlust an Kontakten einher. Der Einzelhilfefonds wurde vor diesem Hintergrund angefragt, um die Mobilität der Seniorinnen und Senioren zu erhalten. «Beispielsweise ist es für manche Menschen, die in Bergregionen oder mit Bewegungseinschränkungen leben, wichtig, ihr Occasionsauto behalten zu können, um eine gewisse Selbstständigkeit zu erhalten», schildert Rebekka Hartmann eine mögliche Form der Unterstützung durch einen finanziellen Beitrag an ein Fahrzeug. Denn: Ohne diese Möglichkeit würde sich der Radius mancher Menschen auf wenige Quadratmeter beschränken, weshalb solchen Gesuchen entsprochen wurde. «Vor allem aber konnten so auch Familienkontakte beidseitig gepflegt werden – auch in Zeiten von Corona», fügt Hartmann an.

Sofern es die Pandemie zuliess, konnte dank solch einer Unterstützung etwa weiterhin die Enkelin gesehen werden, mit dem Sohn ein Spaziergang unternommen oder der Schwester des verstorbenen Ehepartners eine kleine Aufmerksamkeit vorbeigebracht werden.

Pro Senectute bietet Beratungen im digitalen Bereich für Seniorinnen und Senioren.

Services

Digital wieder Kontakte pflegen

«Ich bin froh, eine Vertrauensperson gefunden zu haben, die mir in der digitalen Welt Orientierung gibt», sagt die 80-jährige Bärbel Wyss, die im Corona-Jahr auf die Unterstützung eines «Digital Coach» von Pro Senectute Kanton Solothurn zählen konnte.

«Man muss sich der Digitalisierung stellen, um nicht zu vereinsamen»: Bärbel Wyss wagte den Schritt, sich mit neuen digitalen Alltagshelfern vertraut zu machen. Dabei erhielt sie Unterstützung von Pro Senectute Kanton Solothurn. Seit Juli 2020 bietet die kantonale Organisation Beratungen im digitalen Bereich für Seniorinnen und Senioren an. Das Projekt wird unter dem Namen «Online im Alltag» geführt. In diesem Rahmen werden ältere Menschen aktiv in der Anwendung neuer Technologien geschult und auf ihren immer digitaleren Alltag vorbereitet. «Mithilfe eines ‹Digital Coach› findet eine individuelle Beratung zu Hause statt. Dadurch wird der Lerneffekt verbessert und Probleme im Umgang mit digitalen Geräten werden bedarfsgerecht gelöst», erklärt Projektleiter Olivier Hojac, der von der neuen Dienstleistung überzeugt ist. Denn: «Das Angebot fördert die Selbstständigkeit und eröffnet neue Möglichkeiten in der Nutzung digitaler Hilfsmittel.» Mit dem Angebot «Online im Alltag» soll der Weg in eine digitale Zukunft auch im Alter reibungslos verlaufen. Dabei stehen das Aneignen und Erweitern von digitalen Kompetenzen gleichermassen im Fokus. So werden Seniorinnen und Senioren, die ein Gerät anschaffen möchten, beispielsweise durch den Kaufprozess begleitet. Jene mit digitalen Vorkenntnissen können mit den Coaches hingegen spezifische Anwendungsfragen behandeln. Auch die Möglichkeiten von digitalen Dienstleistungen wie E-Banking oder Online-Shopping werden von den Coaches gerne erklärt. «Die Termine können flexibel vereinbart werden – je nach Bedarf», so Hojac.

Die «Digital Coaches» sind gefragt

Die «Digital Coaches» von Pro Senectute Kanton Solothurn sind freiwillige Seniorinnen und Senioren, die den Austausch schätzen und sich gerne die notwendige Zeit nehmen, um Fragestellungen zielgerichtet zu behandeln. Die Coaches verfügen über einen einwandfreien Leumund und wissen, wie sie mit sensiblen Daten umgehen müssen. Das Angebot war dank der Corona-Schutzkonzepte gerade während der Pandemie eine wertvolle Ergänzung. Hojac: «Es gelang uns, mit den Seniorinnen und Senioren in Kontakt zu bleiben und sie dazu zu befähigen, auf digitalem Weg den Kontakt mit ihren Nächsten zu erhalten.» Die Dienstleistung könnte zudem auf andere Pro Senectute Organisationen multipliziert werden.

Pro Senectute hat im letzten Jahr innovative Lösungen gesucht, um Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten zum Dialog zu bieten.

Gemeinwesenarbeit

In schwierigen Zeiten im Dialog bleiben

Wie können Seniorinnen und Senioren Kontakte reduzieren und trotzdem miteinander im Dialog bleiben? Die Gemeinwesenarbeit hat im Jahr 2020 innovative Antworten gesucht – und gefunden.

Für die Gemeinwesenarbeit, die soziale Kontakte und Teilhabe fördert, war 2020 ein anspruchsvolles Jahr. Weil sie darauf baut, dass sich Menschen treffen können, stellten die Kontaktbeschränkungen eine besondere Herausforderung dar. Viele Projekte mussten abgebrochen, Angebote verschoben oder eingestellt werden. Gefragt waren innovative Lösungen, um Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten zum Dialog zu bieten.

Unkompliziert nach Alternativen gesucht

Die Pro Senectute Organisationen lancierten unterschiedliche Projekte gegen die soziale Isolation. Im Oberengadin wurde der Revair-Bus ins Leben gerufen, damit isolierte Menschen, die sich besonders vor einer Ansteckung schützen müssen, trotz COVID-19 weiterhin Familie und Freunde mit Schutzmassnahmen treffen können. Es sind noch längst nicht alle Seniorinnen und Senioren digital so versiert, dass sie ihre Kontakte in der digitalen Welt weiter pflegen können. Im Kanton Zürich hingegen mussten zwar die Erzählcafés ihre Türen schliessen – an ihrer Stelle wurden aber Telefonketten lanciert.

Im Kanton Bern wiederum nahmen Gemeinwesenarbeitende mit besonders vulnerablen älteren Menschen regelmässig telefonisch Kontakt auf, um die Isolation zu durchbrechen und den Hilfebedarf abzuklären. «Choreo», ein eigens gegründeter Verein zur Förderung und Entwicklung der sorgenden Gemeinschaften, bot in diesem Zusammenhang in der Region Oberaargau Ost wertvolle Möglichkeiten, Menschen in ihrem Wohnumfeld zu unterstützen.

Im Wallis wurden in Siedlungen mit vielen älteren Menschen Musikvorführungen organisiert, an welchen die Zuhörenden die Möglichkeit hatten, sich über ein Mikrofon Nachrichten zu übermitteln. In einer Videobotschaft machte das Team von Pro Senectute Valais-Wallis Unterstützungsangebote bekannt und bedankte sich bei den Helfenden.

Mit Fitnesssendungen wie «Ça bouge à hla maison» hat Pro Senectute Senioren und Seniorinnen zum Mitmachen bewegt.

Bewegung und Sport

«Vergessen Sie nicht zu lächeln!»

Als die meisten Bewegungs- und Sportkurse während des ersten Corona-Lockdowns ruhten, turnten die Seniorinnen und Senioren in der Romandie und der Region Biel-Seeland vergnügt durch die eigenen vier Wände. Grund dafür war die TV-Sendung «Ça bouge à la maison» von Pro Senectute Arc Jurassien.

«Vergessen Sie nicht zu lächeln!», hallte es von Montag bis Samstag durch die Wohnzimmer vieler Menschen in der Romandie und im Berner Seeland. Ob mit WC-Papier, Wallholz oder Wisch- mopp: Die beiden Bewegungsexperten von Pro Senectute Arc Jurassien, Fanny Meier und Lucas Gigon, nutzten jedes nur denkbare Gerät, um die Zuschauerinnen und Zuschauer ihrer Fitnesssendung «Ça bouge à la maison» zum Mitmachen zu bewegen.

Mit Erfolg: Die 45-minütigen Gymnastikkurse, mit denen Pro Senectute die Seniorinnen und Senioren während der Corona-Pandemie angesichts einge- schränkter Bewegungsangebote zu Hause fit und bei guter Gesundheit halten wollte, erfreuten sich schnell grosser Beliebtheit. Die Einschaltquoten schnellten in die Höhe, und auch die Medien berichteten im grossen Stil über die Sendung: Über 1200 Mediennennungen schlugen im letzten Jahr zu Buche. Aufgrund der fortdauernden Pandemie lag eine Verlängerung der Sendung auf der Hand: Sie wird während des ganzen Jahres 2021 über die Bildschirme flimmern – und verbreitet sich immer weiter in der Deutschschweiz. Pro Senectute denkt aber auch langfristig über Fitnessprogramme am TV nach. Denn solche Formate stellen eine ideale Ergänzung zu Kursen dar, damit sich die Seniorinnen und Senioren regelmässiger in Bewegung halten. Zudem hat «Ça bouge à la maison» eindrücklich gezeigt, dass Gesundheitssport neben dem – vor der Corona-Pandemie – omnipräsenten Leistungssport einen Platz im Fernsehprogramm verdient.

Trainer mit Kultstatus

Das freut auch die beiden Trainer, die plötzlich vielen ein Begriff sind und zu kleinen Fernsehstars wurden. Lucas Gigon wurde Ende 2020 gar von einer jungen Frau angefragt, ob er ihrer Grossmutter, die eifrig seine Kurse im Fernsehen verfolgt, in einem Video zum Geburtstag gratulieren könne. «Ich schickte ihr ein Video mit einer Grussbotschaft. Die Enkelin bedankte sich. Ihre Grossmutter sei sehr gerührt gewesen», freut er sich. Dass sich die Sendung fest im Alltag vieler Seniorinnen und Senioren etabliert hat, bemerkte auch Fanny Meier: Als sie eines Tages gegen 14.45 Uhr mit ihren beiden Hunden in Delémont spazieren ging – dann, wenn die Sendung normalerweise ausgestrahlt wird: «Eine ältere Dame, die mir entgegenkam, blieb verwundert stehen, sah demonstrativ auf ihre Uhr und rief mir zu: ‹Los, Beeilung, Sie kommen zu spät zum Fernsehen!›»

Pro Senectute Kanton Luzern hat sein Kursangebot nachhaltig auf die Digitalisierung eingestellt.

Bildung und Kultur

Digitale Angebote im Aufwind

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 schweizweit zahlreiche Kurse von Pro Senectute auf Eis gelegt. Pro Senectute Kanton Luzern hat die Zeichen der Zeit erkannt und das Kursangebot nachhaltig auf die Digitalisierung eingestellt.

Als Kursleitende von Pro Senectute Kanton Luzern während des ersten Corona-Lockdowns ihre Kurse in der TV-Sendung «Aktiv zu Hause» auf Tele 1 präsentierten, entstand die Idee, einige Kurse online durchzuführen. Über den Sommer arbeitete die Organisation unter Hochdruck daran, einen Teil des Kursprogramms per Livestream anzubieten.

Bereits im zweiten Halbjahresprogramm «impulse» waren die ersten Online-Angebote mit einem grünen Livestream-Punkt gekennzeichnet. Mittlerweile unterhalten sich über 300 Teilnehmende in rund 50 Sprachklassen online miteinander, gut 100 nehmen virtuell an Literatur-, Skizzier- und Docupass-Workshops teil, und 100 beteiligen sich aktiv an zehn Online-Bewegungskursen.

Unabhängig vom Verlauf der Corona-Pandemie möchte Pro Senectute Kanton Luzern den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, um jenen Seniorinnen und Senioren etwas zu bieten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Zudem helfen die digitalen Angebote, Landesgrenzen zu überwinden: Bereits ist eine erste Teilnehmerin aus Übersee dabei.

Ein virtueller Stadtrundgang durch Zug

Auch Pro Senectute Kanton Zug entdeckte 2020 neue digitale Möglichkeiten. Gemütlich durch die Stadt zu schlendern, war für viele ältere Menschen fester Bestandteil ihres Alltags. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie wagten sie sich jedoch nicht mehr ins urbane Getümmel.

Kurzerhand realisierte die Pro Senectute Organisation eine länger gehegte Idee: eine virtuelle Reise durch Zug. Ein Mausklick genügte, um Sehenswürdigkeiten wie Zytturm, Kolinplatz oder Burgbach von zu Hause aus zu bewundern und Neues über die Kolinstadt zu erfahren.

Die Pro Senectute Bibliothek sorgte während Corona für spannende Literatur.

Bibliothek

Abwechslung im Pandemiealltag

Lesen beflügelt die Sinne. Das tut insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie mit eingeschränkten Aktivitäten gut. Das Team der Pro Senectute Bibliothek war um spannende Literatur und Kurzweile besorgt – analog wie digital.

Plötzlich stand die Welt still: Mit dem Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens ging nicht nur der Verlust an sozialen Kontakten einher, sondern auch die Abwechslung in den eigenen vier Wänden war rar – für das Team der Pro Senectute Bibliothek ein Ansporn, zusätzlich aktiv zu werden. Es signalisierte rasch die Bereitschaft, die Medienausleihe – mit wenigen Einschränkungen – weiterhin anzubieten. «Geistige Nahrung, anregende Unterhaltungen und Kontaktpflege sind trotz Notstand möglich», dies die Devise.

Literatur per Post im Lockdown

Ausserdem hatten die Kundinnen und Kunden die Möglichkeiten, E-Books sowie das Web-Portal für selbstständige Recherchen zu nutzen, vom Post- und Kopierversand Gebrauch zu machen sowie Rechercheanfragen zu stellen. «Diese Angebote wurden rege genutzt», so Dieter Sulzer, der stets auf sein Team zählen konnte, das per Fahrrad den Weg in die Bibliothek auf sich nahm, um einen Kopierauftrag oder einen Versand zu erledigen. Daneben sorgte das Bibliotheksteam für aktuelle Inhalte zur Corona-Pandemie. In Online-Schwerpunkten wurde etwa das Thema «In Beziehung trotz Krise» aufgearbeitet: «In diesem Schwerpunkt informierten wir über die neusten Entwicklungen und Empfehlungen für ältere Menschen zur COVID-19-Pandemie und ergänzten dies mit Expertenwissen und unseren Wissensbeständen», erklärt Dieter Sulzer.

Aus der Not, die Bibliotheksveranstaltungen nicht mehr durchführen zu können, wurde mit einer Aufzeichnung eine Tugend gemacht: «So kamen sogar mehr Menschen in den Genuss des Gesprächs, als wir vor Ort hätten begrüssen können», freut sich Dieter Sulzer.

Grösste gerontologische Fachbibliothek wurde in die ZHAW integriert

Seit 1968 baute das Bibliotheksteam von Pro Senectute Schweiz die grösste Sammlung von Fachmedien rund um das Thema Alter im Land auf und vermittelte diesen Fundus von über 67'000 Titeln an Privatpersonen, Studierende, Fachpersonen und Organisationen. 2020 leitete das Team alles in die Wege, damit der Bestand im Frühjahr 2021 an die Hochschulbibliothek der ZHAW am Standort Winterthur übergehen konnte.

Die Zeitlupe hat während der Corona-Pandemie verschiedene Angebote realisiert, um Menschen auf andere Gedanken zu bringen.

Zeitlupe

Zeitlupe@home

Der Corona-Lockdown vom letzten Frühling und die damit einhergehenden sozialen Einschränkungen waren insbesondere für ältere Menschen eine grosse Herausforderung. Die Zeitlupe realisierte verschiedene Angebote, um sie auf andere Gedanken zu bringen.

Um älteren und besonders vom Coronavirus gefährdeten Menschen den Lockdown-Alltag zu erleichtern, wartete die Zeitlupe im Magazin und auf der Website mit einem Mix aus Information, Service und Unterhaltung auf. Die herkömmlichen redaktionellen Inhalte auf www.zeitlupe.ch wurden täglich mit News zu COVID-19, nützlichen Dienstleistungen und Tipps zum Umgang mit Corona angereichert.

Unterhaltung und Kontakte auf zeitlupe.ch

Für digitale Ablenkung sorgten Rätsel, Film-, Bücher- und Radiotipps, aber auch neue Gefässe wie Hörgeschichten, Fortsetzungsromane und «Uschs Notizen», der Blog von «Zeitlupe»-Redaktorin Usch Vollenwyder. Zusätzlich wurde die Paywall geöffnet, wodurch alle Nutzerinnen und Nutzer sämtliche Zeitlupe-Artikel gratis lesen oder sich mittels Soundfiles, die von der Hatt-Bucher-Stiftung mitfinanziert werden, vorlesen lassen konnten. Alle Interessierten erhielten überdies einen kostenlosen Zugang zum «Treffpunkt», der digitalen Begegnungsplattform, die im Mai 2020 technisch und optisch aufgefrischt wurde.

Gehirnjogging gegen den Corona-Koller

Um der Langeweile nicht nur via Internet, sondern auch physisch entgegenzuhalten, realisierte die Zeitlupe-Redaktion mit finanzieller Unterstützung von Pro Senectute Schweiz auch ein 16-seitiges Rätselheft, das der Mai-Ausgabe beigelegt und zusätzlich an 4665 Kundinnen und Kunden von Pro Senectute Kanton Aargau verschickt wurde.

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